Kunstvolle        H A R MO N I E

Das British Classic Cars Magazin
berichtet in der Ausgabe 1/2006
über den Kunstmaler und Sammler

Robert Brandy

British Classic Cars 1/2006

British Classic Cars 1/2006, Seite 36 - 37British Classic Cars 1/2006, Seite 36 - 37
British Classic Cars, Seite 36 - 37

Text DIRK PFOTZENREUTER Fotos JÜRGEN FABICH

Kunstvolle  H A R M O N I E

Malerei und britische Klassiker harmonisch vereint in einem Atelier - kann dies möglich sein? Wir wollten es wissen: In Luxemburg trafen wir den Kunstmaler und Sammler Robert Brandy in seinem Atelier. Das historische Gebäude, eine ehemalige Schlosserei und Kunstschmiede, wurde ihm von einem Freund anvertraut, später instand gesetzt mit der Auflage, es niemals abzureißen. Tatsächlich, das Zusammenspiel von historischen Fahrzeugen und Kunst funktioniert. In seinem liebevoll ausgestalteten Atelier bewundern wir auf der einen Seite wertvolle automobile Zeugnisse aus Großbritannien, die andere Hälfte führt uns in Brandys Malwerkstatt.

Die Leidenschaft für britische Autos entfachte bereits in der Kindheit, und so erstand er schon mit 18 Jahren einen Austin-Healey Frogeye, mit dem er noch heute zuverlässig fahren kann. Nach und nach erweiterte sich die Sammlung um einen Austin-Healey 3000 im Race Look, Austin-Healey 100/4, Reliant Scimitar und zwei Reliant Sabre Six, davon einer als 63er Rennversion. Diese liebenswerten Fahrzeuge stehen inmitten von über 700 außergewöhnlichen Öldosen, einer alten Zapfsäule und zahlreichen Automodellen, die teilweise noch aus der Kindheit des Künstlers stammen. Jedes Fahrzeug hat seine eigene Geschichte, wird regelmäßig gefahren und gewartet. So ist der Healey 100/4 von 1953 das 213. Fahrzeug, befindet sich im Originalzustand, lediglich der Lack wurde einmal erneuert.

BRITISH CLASSIC CARS 1/2006

Der Frogeye, mit dem alles begann, erhielt nach 25 Jahren eine neue Lackierung. Der silberne Reliant Sabre Six ist erst seit fünf Jahren im Besitz von Robert Brandy. Das besonders seltene Exemplar wurde liebevoll von seinem britischen Vorbesitzer originalgetreu restauriert und verfügt über herrliche Details. Bemerkenswert sind auch die handgearbeiteten Stoßstangen.

Um die regelmäßige Wartung der sechs Briten im Griff zu halten, hat sich Brandy ein eigenes Kontrollsystem ausgedacht. Auf einer Schiefertafel vermerkt er Arbeiten wie Ölwechsel oder ausgeführte Reparaturen. Wichtig ist ihm, dass alle zu jeder Zeit fahrbereit sind. Ein Durchgang führt uns nun in das Atelier des Künstlers, der seine Bilder und Collagen weltweit ausstellt. Seit 1971 malt der Künstler professionell und die Kunstwerke finden besonders in Amerika großen Zuspruch. Auf einigen Bildern sind seine Klassiker zu bewundern, doch er versteht sich keineswegs als so genannter »Automaler«.

Von seinen Werken werden häufig Serigraphien als Siebdruck in kleinen Auflagen erstellt. Dass er ein Faible für Handwerk besitzt, zeigt die eigene Herstellung der Farben und Leinwände. Kunst und Klassiker lassen sich hervorragend vereinbaren: »Oft verlasse ich mein Atelier, setze mich in einen meiner Klassiker und fahre durch die Landschaft. Danach gehe ich voller Eindrücke und Anregungen wieder an meine Arbeit«.

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